Tränen und Hoffnung – anarchistische Selbsthilfegruppe

17. November 2016
19:00

Es gibt kein Trennung zwischen den Erfahrungen unseres Lebens und der Gesellschaft. Der Schmerz, die Traumata, die Schäden, die Krankheiten und all das andere Schwere, das wir erleben entsteht nicht nur außerhalb oder nur innerhalb von uns.
Unsere Gesellschaft wirkt jeden Tag auf uns ein. In linksradikalen oder anarchistischen Strukturen haben unsere persönlichen Erfahrungen und die Kämpfe die wir jeden Tag spüren oft kaum eine Bedeutung. Gleichzeitig wird uns in der restlichen Gesellschaft suggeriert wir müssten nur uns ändern, dann würden unsere Problem verschwinden.

Gemeinsam für einander da sein und Veränderung schaffen

Die anarchistische Selbsthilfe ist als ein Ort gedacht an dem wir
zusammen kommen und über all die schrecklichen, schmerzvollen und schwierigen Erfahrungen unseres Lebens reden können. Außerdem wollen wir versuchen gemeinsam für einander dazu sein und mehr Verständnis darüber zu entwickeln welche Rolle die Gesellschaft bei all der Scheiße in unseren Leben spielt. Gemeinsam wollen wir schauen was wir konkret in unseren Leben verändern können und gleichzeitig überlegen wie wir kollektiv handeln können, um an der Zerstörung, den Schmerzen und Einschränkungen, die wir täglich erfahren etwas zu ändern. Wir glauben nicht, dass wir solange ein Individuum unterdrückt oder beherrscht wird, wirklich frei sein können. Die Veränderung unserer Leben und der Welt sind unabdingbar miteinander verbunden.

Ein Ort von Respekt und Fürsorge

Die Selbsthilfegruppe soll kein Ort sein an dem wir uns vor der Welt verstecken und in eine vermeidliche Sicherheit zurückziehen, stattdessen ein Orte an dem wir solidarisch und respektvoll miteinander umgehen und uns mit unseren Erfahrungen auseinandersetzen können. Es ist wichtig,
dass niemenschen ihre*seine Bedürfnisse und Erfahrungen abgesprochen bekommt. Auch die eigenen Gefühle sollen Menschen frei zeigen können, selbst wenn diese andere überfordern. Wenn mensch von einer konkreten Situation überfordert ist, wird es bei den Treffen die Möglichkeit geben
sich zu in einen separaten Raum zurückzuziehen.

Wenn Du in dir das Verlangen spürst mit all der Scheiße in deinen Leben nicht mehr allein zu sein, dann komme unser ersten Treffen am 17.11 um 19.00 Uhr ins anarchistische Buch- und Kulturzentrum – Black Pigeon (Scharnhorstraße 50 Dortmund).
Die Gruppe wird sich voraussichtlich danach einmal im Monat jeweils am dritten Donnerstag um 19.00 Uhr treffen.

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