Nächste Woche Umbauarbeiten im Black Pigeon!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kommende Woche haben wir bis auf 2 Events die gesamte Zeit zu. Vom 15 bis zum 21 Juli wird bei uns gearbeitet, konkret werden wir unter anderem unsere Toiletten barrierefreier gestalten.

Folgende Events werden aber wie geplant stattfinden:

* 16.7. ab 19 Uhr: Treffen der Hafeninitiative
* 18.7. ab 19 Uhr: Cafem #6: Weiblichkeit und Klassenkampf

Alles andere, auch alle regelmäßigen Events und normalen Öffnungszeiten fallen aus.

Diese Woche ist noch:

* am Donnerstag Nachhilfe von 15-17 Uhr
* ebenfalls am Donnerstag Queer-Café von 17-20 Uhr
* am Freitag haben wir ohne Programm geöffnet von 13-19 Uhr
* ebenfalls am Freitag das Vorbereitungstreffen für den radikalen Bildungskurs zum Thema „Wie machen wir das mit der Revolution? – Vorstellungen, Strategien, Pläne“ ab 19 Uhr
* und am Sonntag das Vegane Sommercafe von 14-17 Uhr

Cafem: “Weiblichkeit und Klassenkampf – Frauen als Kämpferinnen im Syndikalismus der Weimarer Republik”

18. Juli 2019
19:00

Unter den zahlreichen Strömungen der Arbeiter*innenbewegung in der Weimarer Republik beschäftigte sich auch die syndikalistischen Organisationen mit der Frage der Frauenbefreiung. Dabei vertraten die Syndikalist*innen ein Rollenbild, dass der Frau nicht nur einen gesellschaftlichen Platz, sondern eine bestimmte Rolle im Klassenkampf zuwies. Mit Blick auf die Freie Arbeiter-Union Deutschlands (FAUD) und dem Syndikalistischen Frauenbund widmet sich der Vortrag kritisch diesen Rollenbildern.

Referentin: Jule Ehms

Neues Veranstaltungsformat im Black Pigeon: Kulinarisches Kino!

Einmal im Monat erwartet euch ab dem 4. Juli nun immer am ersten Donnerstag des Monats ein neues spannendes und leckeres Event im Black Pigeon.

Zuerst wird es ab 17 Uhr immer (veganes) Essen solange der Vorrat reicht geben. Ab 19 Uhr zeigen wir dann einen Film, der sich grob mit dem Thema Anarchismus auseinandersetzt.
Es wird also sehenswert und kulinarisch! Wir freuen uns auch, wenn ihr eure Filmideen und etwas zu essen beisteuern könnt!

Was gibt`s in den ersten drei Monaten also so an Programm? Hier eine Übersicht:
Weiterlesen

Radikaler Bildungskurs: Wie machen wir das mit der Revolution?

Soziale Revolution wird oft nur als ein Schlagwort benutzt, dabei ist vielen nicht klar wie diese vonstatten gehen und wo sie hinführen soll. Genau damit wollen wir uns auseinandersetzen. Was ist das Zusammenleben, das wir erreichen wollen? Wie entmachten wir die Herrschaftsstrukturen Staat, Kapitalismus und Patriarchat? Auf welchen Wegen können wir nicht nur kleine Projekte schaffen, sondern Selbstorganisation im größeren Maßstab? Wie kommen wir vom Vereinzelten zum Gesamten? Inspirieren lassen möchten wir uns von historischen&aktuellen Revolutionen, aber vor allem auch unseren eigenen Ideen&Vorstellungen.
Der Kurs ist ein Blockkurs: Wir bitten um Voranmeldungen. Schreibt uns auch, falls ihr Übernachtungsmöglichkeiten braucht.

Termin: 27.07.-28.07.2019 ganztägig
Vorbereitungstreffen: 12.07.2019 – 19.00 Uhr
Ort: Black Pigeon – Dortmund
Anmeldung: radikale-bildung(at)riseup.net

Radikaler Bildungskurs: Vergessene Kämpfe und Erfolge

Anarchismus wird oft aus der Geschichte gestrichen, teilweise unbewusst und teilweise bewusst. Wer weiß von den Ursprüngen des 1.Mai oder dass Anarchist*innen beinahe Hitler getötet hätten?
Die Geschichte ist voller vergessener Kämpfe, Erfolge und Niederlagen, aus denen wir lernen und Inspiration ziehen können. Wir wollen gemeinsam einige davon betrachten und gemeinsam aufarbeiten. Fragen, die wir uns dabei stellen können, sind: Was macht die Verbannung aus den Geschichtsbüchern mit unserem persönlichen Erleben und der Bewegung? Wie können wir zu einer lebendigen, nicht nur theoretischen, Erinnerungskultur kommen? Und wie hilft uns die Analyse der Vergangenheit bei der Vorbereitung auf die Zukunft?
Mögliche Themen sind: Die Revolution 1936 in Spanien, die freien Gebiete in der Ukraine, 1968 in Paris, aber auch weniger bekannte Ereignisse und freiheitliche Bewegungen, z.B. die Diggers im 17. Jahrhundert, die Red Scare (gegen Anarchist*innen) in den 1920ern in Amerika und die Black Panther/Liberation Bewegung. Oder auch etwas völlig anderes. Der Kurs ist ein Blockkurs: Wir bitten um Voranmeldungen. Schreibt uns auch, falls ihr Übernachtungsmöglichkeiten braucht.

Termin: 22.06-23.06.2019 ganztägig
Vorbereitungstreffen: 07.06.2019 – 19.00 Uhr
Ort: Black Pigeon – Dortmund
Anmeldung: radikale-bildung(at)riseup.net

Lange Theorie-Nacht

5. April 2019
20:00
20:00

Am 5. April haben wir eine Freitagabend-Gestaltung der etwas anderen Art für euch vorbereitet:
Statt laute Musik gibt‘s verhaltenes Murmeln und konzentrierte Stille, statt Cocktails und Longdrinks gibt‘s Kaffee und Mate.
Nachdem Glitzer & Krawall schon zweimal eine Lange Theorienacht im Black Pigeon veranstaltet haben, setzt unser Infotisch dies nun fort.
Ihr könnt die Nacht nutzen, Texte zu Lesen, für die ihr sonst keine Zeit findet und mit anderen darüber diskutieren.
Wir freuen uns wenn ihr eure Lieblingstexte beitragt (schickt uns diese vorher gerne an infotisch-dortmund [ät] riseup.net dann können wir sie für alle kopieren und ihr könnt gemeinsam lesen).

Neben einer großen Auswahl an Zines und Broschüren, wird es ein veganes Buffet geben, das euch mit vollem Magen durch die Nacht bringt.

Freitag, 5.4. – 20 Uhr bis Morgens früh, im Black Pigeon

Veranstaltet von Infotisch Dortmund (https://infotisch.noblogs.org/)

Zur Situation von Abgeschobenen, Zwangsrückgekehrten und „Kandidat*innen der Migration“ am Beispiel von Sokodé/Togo (mit Aboubakari Razakou)

7. April 2019
17:00
17:00
17:00

Veranstaltungstour mit Aboubakari Razakou, Togoische Vereinigung der
Abgeschobenen (ATE)

Aboubakari Razakou, Koordinator der Togoischen Vereinigung der Abgeschobenen
(Association Togolaise des Expulsés – ATE), kommt vom 5. Bis 16. April auf
Einladung der Tageszeitung TAZ und des Netzwerks Afrique-Europe Interact für
eine Veranstaltungsrundreise nach Deutschland und Österreich.

Die Togoischen Vereinigung der Abgeschobenen (ATE) wurde 2008 in Sokodé, der
zweitgrößten Stadt Togos, von Menschen gegründet, die aus verschiedenen Ländern
– u.a. aus Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden – nach Togo abgeschoben
worden waren. Zum Engagement der ATE gehört praktische Unterstützung und
gegenseitige Hilfe für Menschen, die sich nach ihrer Abschiebung in prekären
Lebenslagen befinden und auch die Sensibilisierung der Gesellschaft für Fragen
rund um Migration und Rechte von Flüchtenden und Migrant*innen.

In den letzten Jahren beschäftigt sich die ATE, die als Selbstorganisation von
Abgeschobenen gegründet wurde, vermehrt mit der Situation junger Menschen, die
aus Togo flüchten, bzw. sich auf den Weg in die Migration machen.

Die ATE leistet einen Beitrag dazu, denen die weggehen wollen oder müssen, ein
realistisches Bild von den vielfältigen Gefahren für Leib und Leben auf den
Migrationsrouten zu vermitteln.

Wie viele afrikanische zivilgesellschaftliche Bewegungen erhebt die ATE darüber
hinaus ihre Stimme gegen die Menschenrechtsverletzungen und Morde entlang der
Flucht- und Migrationsrouten – und gegen ein durch die europäischen Staaten
erzwungenes Grenzregime, das Menschen sehenden Auges in der Wüste und im Meer
sterben lässt und libyschen Milizen und verschiedenen afrikanischen Regierungen
Geld dafür zahlt, Menschen um jeden Preis vonEuropa fernzuhalten.

Aboubakari Razakou wird auf seiner Veranstaltungstour von der Arbeit der ATE in
Togo berichten – und von der speziellen Situation in seiner Heimatstadt Sokodé.
Er wird außerdem das Projekt Alarme Phone Sahara vorstellen – eine praktische
Initiative afrikanischer und europäischer zivilgesellschaftlicher Organisationen
gegen die lebensgefährlichen Bedingungen auf den Flucht- und Migrationsrouten
durch die Sahel- und Saharaländer.

Tourplan:

Sa. 06.4: TAZ Lab Berlin

So. 07.04.: Dortmund
17:00 Black Pigeon, Scharnhorststr. 50, 44147 Dortmund
Veranstalter*innen: Afrique-Europe Interact + Urgence Togo

Mo. 08.04.: Veranstaltung in Bremen
Veranstalter*innen: Afrique-Europe Interact + Globale Gerechtigkeit e.V.

Di. 09.04.: Veranstaltung in Hamburg

Do. 11.04.: Veranstaltung in Nürnberg
Veranstalter*innen: Karawane Nürnberg

Fr. 12.04.: Veranstaltung in München
Bellevue di Monacco, Müllerstraße 2-6, 80469 München
Veranstalter*innen: Watch the Med – Alarmphone

13.04.: Veranstaltung Tübingen
16:00 Begegnungsstätte Hirsch
Hirschgasse 9, 72070 Tübingen

14.04.: Veranstaltung Wien

16.04.: Veranstaltungen in Berlin/Buchpräsentation Christian Jakob „Diktatoren
als Türsteher Europas“

Flucht und Migration aus Togo im Zeichen von Diktatur und sozio-ökonomischer
Krise

In den 90er und 2000er Jahren flüchteten viele Menschen aus Togo vor der
brutalen politischen Repression durch das diktatorische Eyadéma Gnassingbé
-Regime, einige von ihnen bis nach Europa. Viele von ihnen, denen eine
Anerkennung als Asylsuchende verweigert wurde, wurde seit damals abgeschoben.
Viele der Abgeschobenen sind krank oder traumatisiert, leben bis heute in Angst
vor drohender Verfolgung und haben einschließlich ausstehender Rentenansprüche
alles verloren, was sie sich im Exil erarbeitet hatten.

Heute, im Jahr 2019, hält sich das diktatorische Regime in Togo unter Faure
Gnassingbé, dem Sohn Eyadéma Gnassingbés, weiterhin durch Repression und
gestützt auf den Polizei- und Militärapparat an der Macht. Die ehemaligen
europäischen Kolonialmächte setzen bis heute auf das togoische Regime als
verlässlichen Kooperationspartner in ökonomischen, politischen und
sicherheitspolitischen Fragen – u.a. bei internationalen Militäreinsätzen in
Westafrika – und attestieren ungeachtet der Realitäten vor Ort Fortschritte der
Demokratisierung und korrekte Wahlen. Viele v.a. junge Menschen in Togo
rebellieren dagegen gegen das repressive, klientelistische und korrupte
politische System und gegen die allgegenwärtige soziale und ökonomische
Ungerechtigkeit und Prekarität, wie es sich in einer seit August 2017 begonnenen
und nie zum Stillstand gekommenen massenhaften Protestbewegung gezeigt hat.

Viele müssen jedoch vor der Repression flüchten – oder ziehen die Konsequenz,
woanders ein besseres Leben zu suchen, das eine Perspektive bietet. Seit Jahren
gehen viele junge Menschen aus Togo in andere West- und Zentralafrikanische
Staaten, u.a. nach Ghana, Nigeria oder Gabun – manche auch durch die Wüste nach
Libyen, Algerien oder über das Mittelmeer bis nach Europa. Und nicht wenige
Familien in Togo betrauern Angehörige, die in der Wüste verstorben oder im
Mittelmeer ertrunken sind oder die auf der Reise ermordet wurden.

Hintergrundinformationen: www.afrique-europe-interact.net
<http://www.afrique-europe-interact.net>