Diesen Montag 23.01. Nazis im Hafenviertel!

Diesen Montag, 23.01.2017 planen die Dortmunder Nazis von der Partei „ Die Rechte“ von 20‑22 Uhr eine Kundgebung in der Scharnhorststraße (vor der Hausnummer 44).
Diese richtet sich erneut gegen das anarchistische Buch- und Kulturzentrum Black Pigeon und wie immer, auch gegen alle, die nicht in ihr menschenfeindliches Weltbild passen.
Anlass der Kundgebung ist vermutlich die Informationsveranstaltung der Antifa Bulgaria, über „die deutsche und internationale Naziszene in Bulgarien – Der Lukov-Marsch im Februar in Sofia“, die im Zentrum ab 19 Uhr stattfinden wird. Wenn ihr euch näher über Nazi-Aktivitäten in Deutschland und Bulgarien informieren möchtet, kommt zum Vortrag.

Ab 18 Uhr findet eine Kundgebung gegen die Dortmunder Nazis vor dem Black Pigeon statt, der ihr euch gerne anschließen könnt.

Nach dem Einschüchterungsversuch bei dem Gründungstreffen der anarchistischen Hochschulgruppe Dortmund am 10.01. verstehen wir die Kundgebung als erneuten Angriff auf die anarchistische und antifaschistische Bewegung in Dortmund. Wir werden in unserer Aufbau-Arbeit nicht nachlassen und den Kampf für eine herrschaftsfreie Gesellschaft intensivieren. Also kommt am Montag zum Black Pigeon!
Wir überlassen den Nazis nicht das Viertel, gemeinsam können wir Stück für Stück eine solidarische Nachbarschaft aufbauen sowie den Faschist*innen entgegentreten.

Programm für Januar 2017

  • Do. 05.01. offenes Rote Hilfe Treffen, ab 19.00 Uhr
  • Sa. 07.01. Buchvorstellung von Chris Moser: Viva la Rebellion – ein Aufruf zum Widerstand, ab 20.00 Uhr
  • Mi. 11.01. Gewerkschaftliche Erstberatung, 18.30-19.30 Uhr
  • Fr. 13.01. Schlakks und Opek und Razzmatazz – UMA Releasekonzert, ab 20.00 Uhr
  • Do. 19.01. anarchistische Selbsthilfegruppe, ab 19.00 Uhr
  • Fr. 20.01. Vortrag: Proudhon und die Anfänge der Anarchismustheorie, ab 19.00 Uhr
  • Sa. 21.01. Workshop Wochenende – Kritische männlich*keiten, 12.00-17.00 Uhr
  • So. 22.01. Workshop Wochenende – Positive Politerfahrungen und Mut machen, 12.00-17.00 Uhr
  • Mo. 23.01. Die deutsche und internationale Naziszene in Bulgarien Der Lukov-Marsch im Februar in Sofia – Info- und Mobiveranstaltung der Antifa Bulgaria, ab 19.00 Uhr
  • Mi. 25.01. Gewerkschaftliche Erstberatung, 18.30-19.30 Uhr
  • Fr. 27.01. „Helft den Gefangenen in Hitlers Kerkern!“ – Vorstellung des neuen Bandes der Roten Hilfe, ab 18.00 Uhr
  • (wird aktualisiert)

    Bis zum 08.01. haben wir bis auf Veranstaltungen geschlossen!

    unsere Regulären Öffnungszeiten sind: Mo.- Fr. 13.00 – 19.00 Uhr

    Das Jahr der Schwarzen Taube neigt sich dem Ende zu

    Am 30.12.2015 trafen wir uns in der heißen Phase der Crowdfunding Kampagne für ein anarchistisches Zentrum Dortmund im Sozialen Zentrum Bochum zu einer Silvesterparty. Damals schrieben unsere Gefährt*innen aus Bochum: “Das Jahr der Schwarzen Taube 2016 – Das Neue breitet seine Schwingen aus. Während stürmische Winde die Welt in verschiedene Richtungen treiben, fliegt eine Taube in den Wolken. Wird sie ihr Ziel erreichen?” Wahrlich unser vor einem Jahr angestrebtes Ziel haben wir mehr als erreicht. Einige haben versucht unsere Schwingen zu brechen, die stürmischen Winde haben uns zugesetzt und werden das auch sicherlich weiter tun, aber wir treiben zielsicher Richtung Freiheit!

    Ein Jahr lang haben wir uns keine richtige Pause gegönnt. Menschen die uns in diesem Jahr ab und zu besucht haben konnten sehen wie der Raum immer weiter Form annahm. Mittlerweile denken wir ist es ein Raum zum Wohlfühlen geworden, speziell mit dem neuen Boden und den Lichtinstallationen ist es nochmal deutlich gemütlicher geworden. Haben wir am Anfang noch fast jede Veranstaltung in unserem Raum selbst organisiert, gibt es mittlerweile einen großen Kreis an Menschen welche den Raum nutzen und Veranstaltungen organisieren. In diesem Punkt empfinden wir eine deutliche Entlastung. Eine Umarmung an alle die den Raum mit Leben füllen! Unsere Verbindung zur Nachbarschaft hat sich in der letzten Zeit ebenfalls weiter vertieft, das Zentrum wird nun regelmäßig als Nachbarschaftsraum genutzt.

    Ein Punkt über den wir einerseits glücklich sind, der aber gleichzeitig auch eine gigantische Kraftanstrengung für uns bedeutet ist das wir mittlerweile jeden Tag Kinder aus der Nachbarschaft während unserer normalen Öffnungzeiten im Zentrum haben. Schon seit längerer Zeit nutzen einige Kinder den Raum regelmäßig nach der Schule. Zu diesen Kindern konnten wir teilweise ein tolles Verhältnis aufbauen, so das wir unseren Ansprüchen in diesem Punkt auch gerecht werden können. Zu unseren Ansprüchen gehört, dass wir die Kinder erreichen wenn sie sich diskriminerend zueinander oder gegenüber anderen verhalten. So spüren wir bei einigen die länger zu uns kommen eine deutliche Veränderung in ihrer Sprache, wie sie Genossinnen behandeln und in weiteren Punkten. Ja! Richtig gehört wir haben unteranderem ein Problem mit Jungs welche nicht auf Frauen aus unserem Kollektiv hören und sich abwertend gegenüber ihnen verhalten. Zwischenzeitlich gab es die Situation das jeden Tag 20+ Kinder ins Zentrum kamen, dieser Verantwortung sahen wir uns einfach nicht gewachsen und durch die Menge konnten wir auch nicht unserem eigenen Ansprüchen gerecht werden. Deshalb haben wir in unserer Praxis eine Begrenzung der Kindermenge eingeführt. Dies ist schmerzhaft, weil wir es toll finden wenn wir den Kindern aus der Gegend ein Hafen sein können. Aber es übersteigt unsere Kapazitäten auf unterschiedlichen Ebenen und hat auch schon dazu geführt das andere Besucher*innen des Zentrums sich gestört fühlten. Mitlerweile haben wir geschafft das die Situation was diesen Punkt angeht wieder angenehmer geworden ist.

    Viele Genoss*innen haben uns gesagt das sie am liebsten das Zentrum in ihre Stadt mitnehmen würden, wir sind ein wenig stolz über das was wir bis jetzt alles schon erreicht haben. In der Zeit von 9 Monaten, die der Raum jetzt geöffnet hat, haben wir bis auf eine Renovierungsphase keine Pause gemacht – diese gönnen wir uns jetzt! Vom 24.12. bis zum 08.01., also 2 Wochen, wird das Zentrum bis auf Veranstaltungen geschlossen bleiben. Diese Pause brauchen wir auch- das 30 Stunden unbezahlt die Woche geöffnet zu haben – Veranstaltungen nicht mit eingerechnet (und bis auf kleine Ausnahmen haben wir das auch geschafft)- auf die Dauer auf die Substanz geht, kann mensch sich sicherlich gut vorstellen. Wir suchen für 2017 auch Menschen die sich am Projekt beteiligen!

    Zuletzt wollen wir uns bei allen entschuldigen wenn uns in diesem Jahr mal ein Fehler unterlaufen ist oder etwas liegen geblieben ist. Ab und zu ist es vorgekommen das ein Buch mal viel zu spät kam, eine Veranstaltungsabsprache nicht so umgesetzt wurde wie abgesprochen oder ähnliche Dinge. Auch wenn klar ist, dass sowas mal passiert, ist es doch wichtig es zu betonen das wir das nicht vergessen und gerade auch diese Dinge selbstkritisch reflektieren ….

    Eine warme Umarmung an alle Gefährt*innen da draußen! An alle die das Projekt zu dem machen was es ist, an alle die den Jahreswechsel hinter Gitter verbringen müssen, an alle die daran arbeiten und dafür kämpfen alles zu verändern…. Wir sind ein Teil von euch und ihr seid ein Teil von uns – zusammenstehen gegen den Rechtsruck ist angesagt, schaffen wir Alternativen von unten, schaffen wir eine starke anarchistische Bewegung!

    Black Pigeon Ende 2016

    anarchistisches Buch- und Kulturzentrum – Black Pigeon jetzt assoziiertes Projekt der Föderation deutschsprachiger Anarchist*innen (FdA-IFA)

    Wir freuen uns sehr, als erste Räumlichkeit Teil der FdA-IFA zu werden! Da das letzte Föderationstreffen in unseren Räumlichkeiten stattfand, konnten sich viele Genoss*innen aus anderen Städten abseits von Erzählungen einen Eindruck von unserem Zentrum machen. Wir sind der Meinung, dass es sehr wichtig ist, dass sich Räume, Kollektive und andere Infrastrukturen stark mit der anarchistischen Bewegung vernetzen. Umso mehr Projekte der unterschiedlichsten Art in der FdA organisiert sind, umso besser kann die FdA Inpulse im alltäglichen Kampf für Herrschaftsfreiheit setzen. Das Black Pigeon versteht sich explizit als Infrastruktur für organisierten Anarchismus. Viele Menschen haben sich bereits direkt oder indirekt über das Black Pigeon lokal und regional in der Bewegung organisiert, neue Gruppen sind entstanden und das alles in der Verbindung mit Nachbarschaftsarbeit in unserem Viertel. Unser Projekt ist also ein gutes Beispiel dafür, dass durch die explizit anarchistische Ausrichtung/Benennung neue Strukturen enstehen können. Also: Versteckt euch nicht damit, dass ihr Anarchist*innen seid. Offen mit unseren Ideen umzugehen, führt dazu, dass herrschaftskritische Ideen präsenter werden und wir uns nicht zu verbiegen brauchen. In unserer alltäglichen Arbeit sehen wir, dass viele Menschen mit unseren Ideen sympathisieren, es gibt also keinen Grund sich zu verstecken. Wir würden uns freuen, wenn nur der erste Raum sind, der sich mit der FdA verbindet. Über das Konzept „Assoziierte Projekte“ können wir Synergieeffekte schaffen, die auch die gesamte Bewegung voranbringen!

    Gemeinsam der Zukunft entgegen – es lebe die Anarchie!

    Anarchistisches Buch- und Kulturzentrum – Black Pigeon

    Seite der FdA-IFA

    Die Leseratte – heisse Tipps für kalte Tage

    Wir präsentieren euch die erste Leseratte! Wenn ihr wissen wollt was die Ratte rät, schaut bei uns im Zentrum vorbei und holt euch eine ab. Wir freuen uns auch über Genoss*innen die helfen mit zu verteilen. Vielleicht ist ja die eine oder Buchidee dabei die euch Begeistert… Großer Dank gehen an dieser Stelle an den Genossen der das Design gemacht hat!

    Ratten der Lüfte und Ratten am Boden vereinigt euch!
    Kein automatischer Alternativtext verfügbar.

    Vortrag: Knastkämpfe in den USA

    20. Dezember 2016
    19:00

    Seit mehreren Jahren gibt es immer wieder Kämpfen von Gefangenen in den USA. Ihren Höhepunkt fand sie im großen Knaststreik im September 2016 anlässlich des Jubiläums des Aufstands in Attica. Die Gefangenen kämpften gegen den Arbeitszwang und die unhaltbaren Zustände des Knastalltags. Dazu kommt, dass die Zahl der Gefangenen in den USA in
    den letzten Jahrzehnten massiv gestiegen ist und so hoch wie in keinem anderem Land der Welt ist.

    Diese jüngste Streikwelle in den Knästen ist ein guter Grund über die Kämpfe der Gefangenen und die gesellschaftlichen Bedingungen unter denen diese Kämpfe stattfinden zu diskutieren. Auch deswegen, weil sie zu einer Zeit stattfindet, in der mit Black Lives Matter parallel eine andere kämpferische Bewegung entstanden ist, die gegen die mörderische Willkür der Polizei kämpft.

    Facebook Veranstaltung

    Audio: „Damit nichts anbrennt“ – Ein kurzer Überblick über relevante Rechtsfragen im Zusammenhang mit politischer Arbeit

    fau123

    Täglich sind Handelnde in politischen Zusammenhängen mit rechtlichen Problemen und gesetzlichen Regelungen konfrontiert oder aber staatlichen Funktionsträgern ausgesetzt, die diese Gesetze – teils über deren Inhalt und Sinn hinaus – anwenden.
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    Programm November 2016

  • Di. 01.11. Vegane Spuren und Pfade – Zur Geschichte des Veganismus und dessen Zukunft jenseits des Vegan-Hypes – ab 15.00 Uhr
  • Do. 03.11. offenes Rote Hilfe Treffen, ab 19.00 Uhr
  • Fr. 04.11. anarchistische Kiezdemo durch die Nordstadt, startet vor dem Black Pigeon, ab 15.00 Uhr
  • So. 09.11. Gewerkschaftliche Erstberatung, 18.30-19.30 Uhr
  • Do. 17.11. Tränen und Hoffnung – anarchistische Selbsthilfegruppe, ab 19.00 Uhr
  • So. 20.11. Vegan Cafe, ab 14.00 Uhr
  • Mi. 23.11. Konzert: Früchte des Zorns, ab 19.00 Uhr (Gewerkschaftliche Erstberatung fällt wegen des Konzerts an diesem Mittwoch einmalig aus!)
  • Sa. 26.11. Jan Rolletschek: Was ist anarchistische Stadtpolitik? Vortrag und Diskussion, ab 19.00 Uhr
  • So. 27.11. Prisoners Writing Cafe, ab 15.00 Uhr
  • (wird aktualisiert)

    unsere Regulären Öffnungszeiten sind: Mo.- Fr. 13.00 – 19.00 Uhr