Zur Situation von Abgeschobenen, Zwangsrückgekehrten und „Kandidat*innen der Migration“ am Beispiel von Sokodé/Togo (mit Aboubakari Razakou)

7. April 2019
17:00
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Veranstaltungstour mit Aboubakari Razakou, Togoische Vereinigung der
Abgeschobenen (ATE)

Aboubakari Razakou, Koordinator der Togoischen Vereinigung der Abgeschobenen
(Association Togolaise des Expulsés – ATE), kommt vom 5. Bis 16. April auf
Einladung der Tageszeitung TAZ und des Netzwerks Afrique-Europe Interact für
eine Veranstaltungsrundreise nach Deutschland und Österreich.

Die Togoischen Vereinigung der Abgeschobenen (ATE) wurde 2008 in Sokodé, der
zweitgrößten Stadt Togos, von Menschen gegründet, die aus verschiedenen Ländern
– u.a. aus Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden – nach Togo abgeschoben
worden waren. Zum Engagement der ATE gehört praktische Unterstützung und
gegenseitige Hilfe für Menschen, die sich nach ihrer Abschiebung in prekären
Lebenslagen befinden und auch die Sensibilisierung der Gesellschaft für Fragen
rund um Migration und Rechte von Flüchtenden und Migrant*innen.

In den letzten Jahren beschäftigt sich die ATE, die als Selbstorganisation von
Abgeschobenen gegründet wurde, vermehrt mit der Situation junger Menschen, die
aus Togo flüchten, bzw. sich auf den Weg in die Migration machen.

Die ATE leistet einen Beitrag dazu, denen die weggehen wollen oder müssen, ein
realistisches Bild von den vielfältigen Gefahren für Leib und Leben auf den
Migrationsrouten zu vermitteln.

Wie viele afrikanische zivilgesellschaftliche Bewegungen erhebt die ATE darüber
hinaus ihre Stimme gegen die Menschenrechtsverletzungen und Morde entlang der
Flucht- und Migrationsrouten – und gegen ein durch die europäischen Staaten
erzwungenes Grenzregime, das Menschen sehenden Auges in der Wüste und im Meer
sterben lässt und libyschen Milizen und verschiedenen afrikanischen Regierungen
Geld dafür zahlt, Menschen um jeden Preis vonEuropa fernzuhalten.

Aboubakari Razakou wird auf seiner Veranstaltungstour von der Arbeit der ATE in
Togo berichten – und von der speziellen Situation in seiner Heimatstadt Sokodé.
Er wird außerdem das Projekt Alarme Phone Sahara vorstellen – eine praktische
Initiative afrikanischer und europäischer zivilgesellschaftlicher Organisationen
gegen die lebensgefährlichen Bedingungen auf den Flucht- und Migrationsrouten
durch die Sahel- und Saharaländer.

Tourplan:

Sa. 06.4: TAZ Lab Berlin

So. 07.04.: Dortmund
17:00 Black Pigeon, Scharnhorststr. 50, 44147 Dortmund
Veranstalter*innen: Afrique-Europe Interact + Urgence Togo

Mo. 08.04.: Veranstaltung in Bremen
Veranstalter*innen: Afrique-Europe Interact + Globale Gerechtigkeit e.V.

Di. 09.04.: Veranstaltung in Hamburg

Do. 11.04.: Veranstaltung in Nürnberg
Veranstalter*innen: Karawane Nürnberg

Fr. 12.04.: Veranstaltung in München
Bellevue di Monacco, Müllerstraße 2-6, 80469 München
Veranstalter*innen: Watch the Med – Alarmphone

13.04.: Veranstaltung Tübingen
16:00 Begegnungsstätte Hirsch
Hirschgasse 9, 72070 Tübingen

14.04.: Veranstaltung Wien

16.04.: Veranstaltungen in Berlin/Buchpräsentation Christian Jakob „Diktatoren
als Türsteher Europas“

Flucht und Migration aus Togo im Zeichen von Diktatur und sozio-ökonomischer
Krise

In den 90er und 2000er Jahren flüchteten viele Menschen aus Togo vor der
brutalen politischen Repression durch das diktatorische Eyadéma Gnassingbé
-Regime, einige von ihnen bis nach Europa. Viele von ihnen, denen eine
Anerkennung als Asylsuchende verweigert wurde, wurde seit damals abgeschoben.
Viele der Abgeschobenen sind krank oder traumatisiert, leben bis heute in Angst
vor drohender Verfolgung und haben einschließlich ausstehender Rentenansprüche
alles verloren, was sie sich im Exil erarbeitet hatten.

Heute, im Jahr 2019, hält sich das diktatorische Regime in Togo unter Faure
Gnassingbé, dem Sohn Eyadéma Gnassingbés, weiterhin durch Repression und
gestützt auf den Polizei- und Militärapparat an der Macht. Die ehemaligen
europäischen Kolonialmächte setzen bis heute auf das togoische Regime als
verlässlichen Kooperationspartner in ökonomischen, politischen und
sicherheitspolitischen Fragen – u.a. bei internationalen Militäreinsätzen in
Westafrika – und attestieren ungeachtet der Realitäten vor Ort Fortschritte der
Demokratisierung und korrekte Wahlen. Viele v.a. junge Menschen in Togo
rebellieren dagegen gegen das repressive, klientelistische und korrupte
politische System und gegen die allgegenwärtige soziale und ökonomische
Ungerechtigkeit und Prekarität, wie es sich in einer seit August 2017 begonnenen
und nie zum Stillstand gekommenen massenhaften Protestbewegung gezeigt hat.

Viele müssen jedoch vor der Repression flüchten – oder ziehen die Konsequenz,
woanders ein besseres Leben zu suchen, das eine Perspektive bietet. Seit Jahren
gehen viele junge Menschen aus Togo in andere West- und Zentralafrikanische
Staaten, u.a. nach Ghana, Nigeria oder Gabun – manche auch durch die Wüste nach
Libyen, Algerien oder über das Mittelmeer bis nach Europa. Und nicht wenige
Familien in Togo betrauern Angehörige, die in der Wüste verstorben oder im
Mittelmeer ertrunken sind oder die auf der Reise ermordet wurden.

Hintergrundinformationen: www.afrique-europe-interact.net
<http://www.afrique-europe-interact.net>

Tag der Anarchistischen Gruppe Dortmund im Februar

Auch im Februar bieten wir wieder jeden Dienstag zwischen 17 und 19 Uhr Programm im Black Pigeon an:

5.2. offenes Diskussionscafe:
Welche Themen liegen dir eigentlich am Herzen? Bei unserem Diskussionscafé reden wir in entspannter Runde über viele unterschiedliche Themen. Ob im großen Plenum oder in kleineren Gruppen – alles ist möglich, nichts muss.
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Was passiert am Hafen? #3

Dienstag, 22. Januar 2019 um 19 Uhr
Black Pigeon, Scharnhorststr. 50, 44147 Dortmund

Angedachte Tagesordnungspunkte:
TOP1 Rückblick
TOP2 Gründung der Hafen-Initiative (Namensgebung, Organisationsstruktur)
TOP3 Bildung von Arbeitsgruppen

Damit wir bereits in diesem Jahr etwas bewegen können, ist dieses Treffen sehr wichtig um gemeinsame Schritte, Kommunikationswege und Strategien zu besprechen. Alle Menschen die Teil der Initiative werden möchten laden wir
deshalb herzlich ein am Dienstag zu kommen.

Programm für den Tag der Anarchistischen Gruppe Dortmund für Januar 2019

8.1. Video-Spiele-Tag: Wir wollen mit euch zocken! Bringt eure liebsten Videospiele mit, egal ob alt oder neu. Gerade nach dem ganzen Feiertagsstress und dem sich anbahnenden Stress durch Lohnarbeit und Universität wollen wir uns mit euch nochmal einen Tag gemeinsam entspannen und die eine oder andere Runde spielen. Wer schon immer einmal auf einem Beamer spielen wollte oder einfach nur mal sehen wollte ob er gegen Anarchist*innen in Mariokart bestehen kann, ist herzlich eingeladen.
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Die Öffnungszeiten im Black Pigeon während der Feiertage

2018 ist fast vorbei und es war ein turbulentes Jahr für uns. Gut aufgestellt sehen wir dem kommenden Jahr entgegen. Ihr findet hier eine Übersicht wann wir während der Feiertage geöffnet haben und was alles ausfällt. Wir wünschen euch allen eine gute ruhige Zeit!

Findet statt:

* Basteln & DIY im Pigeon am 26.12. von 15-19 Uhr
* Am 28.12. ist der Laden ohne Programm geöffnet von 13-19 Uhr
* Deutsch Sprachkurs am 31.12. von 16-18 Uhr

Was fällt aus?

* Deutsch Sprachkurs am 24.12.
* Lass mal reden am 27.12.
* AGDo Tag am 25.12. und 01.12.
* Entspannung … auch für Skeptiker*innen am 26.12.
* Nachhilfe am 27.12.
* Anarchism in the USA reading group nicht am 21.12., 28.12. und 04.11. – geht weiter am 11.01.

Programm für den Tag der anarchistischen Gruppe Dortmund im Dezember

Programm für Dezember:

  • 04. Dezember: Diskussionscafe zu Feminismus
  • Ist Feminismus eine Frage der Geschlechter? Oder ist Feminismus eher eine Frage der Gleichberechtigung aller? Heute wollen wir unsere unterschiedlichen Sichtweisen auf Feminismus austauschen. Wir werden besprechen, wieso männlich sozialisierte Personen auch vom Patriarchat betroffen sind, und wieso Feminismus gerade jetzt notwendig ist. Es wird eine spannende Diskussion! Schau doch vorbei, wenn du willst.
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    Neuerscheinung: Dismantling the Boy’s Club

    Genoss*innen aus Dortmund haben zusammen mit Freund*innen aus der Föderation deutschsprachiger Anarchist*innen die wichtige Broschüre „Dismantling the Boy’s Club“ übersetzt. Hier geht`s direkt zur Broschüre als PDF!

    Eine kritische Auseinandersetzung mit männlichen Privilegien und Sexismus in der anarchistischen Bewegung
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    Join the Anarchism in America reading group!

    Read and discuss texts on anarchism in the USA, its history, and its various strands in an informal setting. The group meets Fridays, 17:00-19:00 at Black Pigeon, Scharnhorststraße 50, in Dortmund.

    Language of discussion will depend on group members‘ preference and decided on-site. Regular attendance is not mandatory.
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    Lass mal reden!

    Hallo zusammen,

    wir als Veranstaltungsgruppe des Nachbarschaftstreffs „Lassmalreden“ laden am kommenden Donnerstag den 25.10.18 um 19Uhr zum zweiten Mal ins Black Pigeon an der Scharnhorstraße 50 ein, um uns mit euch vorrangig über die Themen Arbeit, Wohnen und Stadtteil auszutauschen, natürlich auch über alles andere, was euch unter den Nägeln brennt. Wir würden uns freuen, wenn ihr zahlreich kommt.

    Hier noch unsere Veranstaltungsankündigung:
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