Lauter Glitzer, Lesung Mika Murstein: I’m a queerfeminist Cyborg, that’s okay!

14. August 2018
16:00bis19:00

I’m a queerfeminist Cyborg, that’s okay (Lesung und Gespräch)

Mikas Gedankensammlung zu Ableismus und antiableistischer Praxis bietet einen Einstieg in wichtige aktivistische Theorien der disability studies und des disability Aktivismus.
I’m a queerfeminist Cyborg, that’s okay verknüpft Theorien mit biographischen Erzählungen und Formen des Aktivismus, insbesondere des Netzaktivismus. Zudem werden
das Verhältnis von Be_Hinderung und Geschlecht jenseits der cis-Normativität, Verschränkungen von Klassismus und Ableismus, Diskussionen über Empowerment, (vermeintliche) Schutzräume und institutionellen Ableismus sowie mediale Darstellungen von Krankheit und Be_Hinderungin den Fokus genommen.
Ein Interview mit der Schwarzen, queeren Autor*in und Aktivst*in SchwarzRund vertieft die Ausführungen über die Verwobenheiten von Rassismus und Ableismus.
Die Gedankensammlung verdeutlicht: Ableismus erschöpft sich nicht „nur“ in Be_Hinderten-Feindlichkeit, sondern ist fester Bestandteil anderer Unterdrückungen und Teil des herrschenden Wertesystems.
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Für diese Veranstaltung wünschen wir uns einen Verzicht auf Parfümen.
Die Veranstaltungen finden im Black Pigeon statt.
Die Adresse ist: Scharnhorststraße 50, 44147 Dortmund.

Das Black Pigeon ist barrierearm. Es befindet sich im Erdgeschoss. Am Eingng gibt es eine Schwelle mit Rampe. De Toilette ist auch ebenerdig, sie entspricht aber nicht den offiziellen Maßen für eine rollstuhlgerechte Toilette. Wir werden in Kürze einen Grundriss auf unserer Seite hochladen, damit das jede Person für sich einschätzen kann.

Kinder sind bei den Veranstaltungen willkommen.
Tiere können nicht ins Pigeon.

Wir behalten uns vor, Menschen bei übergriffigem Verhalten oder diskriminierenden Äußerungen der Veranstaltungsräumlichkeiten zu verweisen.

Mehr Details zum Programm findet ihr hier:
https://lauterglitzer.noblogs.org/

Lauter Glitzer: Transfeindlicher Feminismus – Ein Vortrag von Redhidinghood_

14. August 2018
14:00bis16:00

!Transfeindliche Kommentare in der Veranstaltung werden kommentarlos gelöscht!

Am Dienstag den 14.08. von 14-16 Uhr hält Redhidinghood_ einen Vortrag zu transfeinlichem Feminismus im Rahmen des Lauter Glitzer – queerfeministen Spektakels 2.0

Der Vortrag umfasst eine nähere Erläuterung des Begriffs TERFs, geht auf Symboliken und Erkennungszeichen ein und beschäftigt sich mit ihren Strukturen und Organisationen. Im Vortrag geht die Referentin auf die Widersprüchlichkeiten im vermeintlich radikalen Anspruch von TERFs ein, auf ihre biologistischen und cisnormativen Argumentationen. Darüber hinaus soll dieser Vortrag darstellen, wie weit Biologismen und normierte Zweigeschlechtlichkeit in Feminismen verbreitet sind und, dass ein reiner Fokus auf offene Transfeindlichkeit zu kurz greift. So zeigt sie auch was die vermeintlich respektvolle sex/gender Aufteilung von Geschlecht für transgeschlechtliche Menschen bedeutet. Zum Schluss widmet sich die Referentin der Frage was *wir alle* tun können, um bestehende geschlechtliche Vorstellungen zu realisieren und zu überdenken.

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Die Veranstaltungen finden im Black Pigeon statt.
Die Adresse ist: Scharnhorststraße 50, 44147 Dortmund.

Das Black Pigeon ist barrierearm. Es befindet sich im Erdgeschoss. Am Eingng gibt es eine Schwelle mit Rampe. De Toilette ist auch ebenerdig, sie entspricht aber nicht den offiziellen Maßen für eine rollstuhlgerechte Toilette. Wir werden in Kürze einen Grundriss auf unserer Seite hochladen, damit das jede Person für sich einschätzen kann.

Kinder sind bei den Veranstaltungen willkommen.
Tiere können nicht ins Pigeon.

Wir behalten uns vor, Menschen bei übergriffigem Verhalten oder diskriminierenden Äußerungen der Veranstaltungsräumlichkeiten zu verweisen.

Mehr Details zum Programm findet ihr hier:
https://lauterglitzer.noblogs.org/

Lauter Glitzer: Umgang mit queeren Ängsten – ein Workshop mit queer_topia

13. August 2018
16:00bis21:00

– English below –

umgang mit queeren ängsten – heteronormativität, kämpfe und
unterstützung

in diesem workshop wollen wir mit euch über queere ängste reden. wo und wann haben ich als queere person angst? wie hängen queere ängste mit bestehenden machtverhältnissen zusammen? wie ist mein umgang damit? wie kann ein anderer umgang damit aussehen? wie können wir uns supporten?
wir werden uns diese fragen mit gesprächen, körperarbeit und
theaterpädagogischen elementen aus dem theater der unterdrückten annähren.
der workshop findet in deutscher lautsprache (mit flüsterübersetzung auf
englisch) statt und ist offen für alle queers. der Raum ist rauchfrei
und mit dem Rollstuhl zu erreichen. Die Toilette ist ebenerdig aber nicht rollstuhlgerecht.

der Workshop von und mit Queer_topia (queertopia.blogsport.de).
Offen für: queers
(LesbischSchwulBiPanAsexuellTrans*TranssexuellInter*QuestiongQueer+) dauer: 5 stunden

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Die Veranstaltungen finden im Black Pigeon statt.
Die Adresse ist: Scharnhorststraße 50, 44147 Dortmund.

Das Black Pigeon ist barrierearm. Es befindet sich im Erdgeschoss. Am Eingng gibt es eine Schwelle mit Rampe. De Toilette ist auch ebenerdig, sie entspricht aber nicht den offiziellen Maßen für eine rollstuhlgerechte Toilette. Wir werden in Kürze einen Grundriss auf unserer Seite hochladen, damit das jede Person für sich einschätzen kann.

Kinder sind bei den Veranstaltungen willkommen.
Tiere können nicht ins Pigeon.

Wir behalten uns vor, Menschen bei übergriffigem Verhalten oder diskriminierenden Äußerungen der Veranstaltungsräumlichkeiten zu verweisen.

Mehr Details zum Programm findet ihr hier:
https://lauterglitzer.noblogs.org/

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ENGLISH:

surviving queer fear – heteronormativity, struggles and support
where and when am i anxoius_scared as a queer person? how are queer
fears connected to existing power strutctures? how am i dealing with it?
how can i deal with it in a different way? how can we support each
other?
we will approach these questions using conversations and methodes of
body work and theatre of the oppressed.
the workshop will be in english and is open to queers. The room is free
of smoke and acessible with the wheelchair, the toilet is also on the ground floor but not equipped as a wheelchair-accessible toilet.
Presented by queer_topia*(queertopia.blogsport.de).
open for: queers
(LesbianGayBiPanAsexualTrans*TranssexualInter*QuestiongQueer+)
duration: 5 hours

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The event takes place at Black Pigeon.
The address is: Scharnhorststraße 50, 44147 Dortmund.

Black Pigeon is mostly wheelchair accessible. It’s on the ground floor. At the entrance, there is a threshold with a ramp. The toilet is also on the ground floor, but doesn’t have the official prerequesites to be a wheelchair accessible toilets. Shortly, we will upload a plan of the toilet on our website so that everyone can decide if it’s accessible for them.

Children are welcome at all events.
Pets are not allowed in the Black Pigeon.

We may kick out people if they behave discriminatory or in any way boundary-crossing.

You can find more details on our program here (so far only in German):
https://lauterglitzer.noblogs.org/

Lauter Glitzer: Debora Antmann: (Kein) Vortrag zu jüdischem Feminismus

18. August 2018
15:00bis18:00

„Jüdische Perspektive(n) auf (Queer-)Feminismus“ oder „Seid weniger Jesus!“
Lust auf eine provokante jüdische Perspektive auf (Mehrheits-)Feminismus?THAT’S YOUR PLACE TO BE!!! Wer hier dagegen auf einen Vortrag zu Antisemitismus hofft, wird leider enttäuscht!

Statt mit eindeutigen Antworten zu locken, kreist der Vortrag, der eigentlich kein Vortrag ist – ganz in jüdischer Tradition – um 1 Millionen Fragen:
Warum brauchen wir dringend jüdische Perspektiven in unseren Debatten um Intersektionalität? Warum wären/sind jüdische Perspektiven eine Bereicherung unserer unjüdischen queeren und feministischen Politiken? Warum ist „jüdisch“ nicht gleich religiös? Warum ist religiöse_r Jüd_in zu sein aber durchaus widerständig? Was sind eigentlich wc-Deutsche? Wer war eigentlich der Schabbeskreis? Welche Geschichte jüdisch-lesbischen Widerstands gibt es in der BRD? Und was hat das alles mit Queer_Feminismus zu tun?
Ganz schön viel auf einmal? Auf jeden Fall! Denn das Judentum versteht Fragen als Ursprung von Wissen! Schauen wir also gemeinsam wohin wir kommen und ob wir am Ende überhaupt Antworten brauchen. An alle Jüd_innen: Ich freue mich auf Euch. Bringt gerne Eure Gedanken und Fragen mit! Hinweis für christlich-sozialisierte Menschen: nehmt mit Euren Fragen und Anmerkungen bitte Rücksicht auf alle anderen.
Zur Referentin:
Debora Antmann Queer_Feministin, Aktivistin, Bloggerin („Don’t degrade Debs, Darling“), Online- Kolumnistin beim Missy Magazine, wütende Jüdin, politische Bildnerin, semi-aktive Körperkünstlerin und verhinderte Superheldin. Arbeitet als Frauen*beauftragte an einer Berliner Hochschule
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Die Veranstaltungen finden im Black Pigeon statt.
Die Adresse ist: Scharnhorststraße 50, 44147 Dortmund.

Das Black Pigeon ist barrierearm. Es befindet sich im Erdgeschoss. Am Eingng gibt es eine Schwelle mit Rampe. De Toilette ist auch ebenerdig, sie entspricht aber nicht den offiziellen Maßen für eine rollstuhlgerechte Toilette. Wir werden in Kürze einen Grundriss auf unserer Seite hochladen, damit das jede Person für sich einschätzen kann.

Kinder sind bei den Veranstaltungen willkommen.
Tiere können nicht ins Pigeon.

Wir behalten uns vor, Menschen bei übergriffigem Verhalten oder diskriminierenden Äußerungen der Veranstaltungsräumlichkeiten zu verweisen.

Mehr Details zum Programm findet ihr hier:
https://lauterglitzer.noblogs.org/

Nordstadt meditiert

6. August 2018
19:00

Warum Meditation?

Die Nordstadt ist ein Melting Pot. Unterschiedliche Schichten und Kulturen existieren nebeneinander. Um friedlich zusammen leben zu können, ist es wichtig, dass jeder Frieden in sich selbst findet.

Durch Meditation erlangen wir Ruhe und Gelassenheit, um uns/sich selbst zu erkennen, in der Gemeinschaft zu verwirklichen und der Reise des Lebens achtsam nachzugehen.

Welche Art von Meditation?

Meditation im Sinne von Anup, wie sie bei Nordstadt meditiert praktiziert wird, repräsentiert keine bestimmte Religion oder dogmatische Philosophie, sondern ist absolut säkular und eignet sich für Menschen jeden Glaubens oder ohne Glauben.

Meditation bezieht sich hierbei auf das psychologische Funktionieren des Geistes. Die meditative Praxis verschafft uns Ruhe, Frieden und Klarheit, sodass wir die kosmischen Verbindungen zu allem Existierenden fühlen / erfahren können, die uns stärker Anteil nehmen und mitfühlen lassen.

Anup wird musikalisch unterstützt vom Dortmunder Mantra Kreis “Shantipath”. Speisen werden von Curry Masala zur Verfügung gestellt und von Elvira und Mama Maria zubereitet.

Wenn sich jemand an diesem Projekt oder an anderen Aktivitäten der Machbarschaft Borsig11 beteiligen möchte, kann er/sie sich gerne bei uns melden.

Namaste!

Bitte eigene Yoga-Matte mitbringen.

“Nordstadt meditiert” ist ein Projekt von Anup Khattri Chettri in Kooperation mit Machbarschaft Borsig11 e.V., realisiert mit den Chancen der Bewohner des Borsigplatz-Quartiers.

Why meditation?

Dortmund Northtown is a Melting Pot. Different social classes and cultures are coexisting here. For a peaceful cohabitation it is important that everybody finds peace within him- or herself.

Through meditation we get clarity and serenity to be able to realize ourselves, to contribute our share in the community and to go into the journey of life mindfully.

What kind of meditation?

Meditation designed by Anup and practiced at Nordstadt meditiert Session does not represent any religion or any dogmatic philosophy, hence it is absolutely secular and can be practiced by people of all faiths or no faith.

Meditation here deals precisely with the psychological functioning of our mind. Practicing this meditation brings us peace, calmness and clarity so that we feel / experience the cosmic connections with the whole existence and as a result we become more compassionate.

Anup is supported by Dortmund Mantra Circle “Shantipath” for the musical aspect, food is sponsored by Curry Masala and prepared by Elvira and Mama Maria.

If anybody feels like helping this project or other projects at Borsig11, feel free to connect with us.

Namaste!

Please bring your own Yoga mat.

“Nordstadt meditiert” is a project by Anup Khattri Chettri in cooperation with Machbarschaft Borsig11 e.V., realised by the Chances of the inhabitants of Borsigplatz district.

AGDo Tag: Spielenachmittag

7. August 2018
17:00bis19:00

Wolltet ihr nicht schon immer mit Anarchist*innen Monopoly spielen? Oder die Siedler*innen von Catan? Dann kommt vorbei, und keine Sorge – wir verschonen Euch mit sinnlosen Werbegeschenken, bei uns könnt ihr nur neue Freund*innen gewinnen.

Auch wir als Anarchistische Gruppe Dortmund wollen uns in das neue Konzept des Black Pigeons einbringen.

Daher gestalten wir ab August jeden Dienstag von 17-19 Uhr im Black Pigeon nach unseren Ideen. Wir wollen wöchentlich unterschiedliche Veranstaltungen oder Aktionen machen, wie z.B. eine Diskussionsrunde, ein Spielenachmittag oder ein Liedermacher*innentag.

Darüber hinaus ist es uns wichtig, mit dem AGDO-Tag einen Anlaufpunkt zu bieten für Menschen die interessiert sind am Anarchismus und sich vielleicht auch organisieren möchten. Es gibt die Möglichkeit, unsere Gruppe oder andere Anarchistische Projekte näher kennenzulernen.

Hier findest du eine Übersicht über weitere AGDo Tage: http://agdo.blogsport.eu/zusammenkunft/

Anarchistisches Kennenlerntreffen: Islam, Islamismus und die Linke

15. Juli 2018
15:00


Am Sonntag, 15.07. ab 15 Uhr im anarchistischen Buch- und Kulturzentrum Black Pigeon!

Zur Zeit ist der Islam in aller Munde, es gibt eine breite gesellschaftliche Diskussion zu dem Thema.

Einerseits gibt es auch hierzulande zunehmend reaktionäre Entwicklungen in islamischen Milieus. Patriachale Strukturen sind dort tief verankert, durch religiös begründete Moralregeln wie Bekleidungsvorschriften oder Alkoholverbote werden Freiheiten im Alltagsleben durch selbst ernannte Sittenwächter immer weiter eingeschränkt. Abweichler*innen aus den eigenen Reihen werden eingeschüchtert und bedroht und teils mit Gewalt bis hin zu Ehrenmorden angegangen. Wie können wir uns in eine handlungsfähige Position bringen, um diesen Zuständen etwas entgegen zu setzen?
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Soli-Flohmarkt im Black Pigeon

1. Juli 2018
12:00

Wir, das anarchistische Buch- und Kulturzentrum “Black Pigeon” veranstalten am 01.Juli diesen Jahres, ab 12 Uhr, einen Soli-Flohmarkt zum Erhalt unseres Laden.

Ihr habt zufällig schicke Dinge bei euch im Keller, in der Abstellkammer oder sonst wo stehen, die ihr nicht braucht, gerne loswerden wollt und spenden würdet? Ihr habt Lust das Black Pigeon zu unterstützen und Gegenstände am Tag selbst zu verkaufen?

Dann meldet euch gerne bei uns!

Ihr könnt die Gegenstände im Voraus während der Öffnungszeiten vorbei bringen. Dabei ist wichtig, dass keine komplett kaputten, dreckigen Gegenstände abgegeben werden. Falls ihr selbst Sachen verkaufen wollt, schreibt uns bitte bis zum 26.06. eine Mail an black-pigeon@riseup.net, damit wir kalkulieren können, wie viele Tische wir brauchen.

Natürlich laden wir auch dazu ein, den Flohmarkt einfach zu besuchen, einen Kaffee zu trinken, ein Stück Kuchen und Popcorn zu essen.

Wir freuen uns über zahlreiches Erscheinen und Standzusagen

Die Schwarze Taube

offenes Rote Hilfe Treffen

28. Juni 2018
19:00

Wer/Was ist die Rote Hilfe e.v. ?

Die Rote Hilfe ist eine Solidaritätsorganisation, die politisch Verfolgte aus dem linken Spektrum unterstützt. Sie konzentriert sich auf politisch Verfolgte aus der BRD, bezieht aber auch nach Kräften Verfolgte aus anderen Ländern ein. Unsere Unterstützung gilt allen, die als Linke wegen ihres politischen Handelns, z.B. wegen presserechtlicher Verantwortlichkeit für staatsverunglimpfende Schriften, wegen Teilnahme an spontanen Streiks, wegen Widerstand gegen polizeiliche Übergriffe oder wegen Unterstützung der Zusammenlegungsforderung für politische Gefangene ihren Arbeitsplatz verlieren, vor Gericht gestellt, verurteilt werden. Ebenso denen, die in einem anderen Staat verfolgt werden und denen hier politisches Asyl verweigert wird.

1. Sowohl politische als auch materielle Hilfe

Wir bereiten zusammen mit den Angeklagten den Prozeß vor und machen besonders seinen politischen Hintergrund in der Öffentlichkeit bekannt.
Wir sorgen durch Solidaritätsveranstaltungen, Spendensammlungen und Zuschüsse aus den Beitragsgeldern dafür, daß die finanziellen Belastungen von vielen gemeinsam getragen werden. Besonders Anwalts- und Gerichtskosten können teilweise oder ganz übernommen werden, aber auch Zahlungen zum Lebensunterhalt geleistet werden, wenn hohe Geldstrafen, Verlust des Arbeitsplatzes oder Gefangenschaft die Betroffenen oder ihre Familien in Schwierigkeiten gebracht haben.
Zu politischen Gefangenen halten wir persönlichen Kontakt und treten dafür ein, daß die Haftbedingungen verbessert, insbesondere Isolationshaft aufgehoben wird; wir fordern ihre Freilassung.

2. Die Rote Hilfe ist keine karitative Einrichtung

Die Unterstützung für die Einzelnen soll zugleich ein Beitrag zur Stärkung der Bewegung sein. Jede und Jeder, die sich am Kampf beteiligen, soll das in dem Bewußtsein tun können, daß sie auch hinterher, wenn sie Strafverfahren bekommen, nicht alleine dastehen. Ist es der wichtigste Zweck der staatlichen Verfolgung, diejenigen, die gemeinsam auf die Straße gegangen sind, durch Herausgreifen Einzelner voneinander zu isolieren und durch exemplarische Strafen Abschreckung zu bewirken, so stellt die Rote Hilfe dem das Prinzip der Solidarität entgegen und ermutigt damit zum Weiterkämpfen.
Außer der unmittelbaren Unterstützung für Betroffene sieht die Rote Hilfe ihre Aufgabe auch darin, sich im allgemeinen Sinn an der Abwehr politischer Verfolgung zu beteiligen. Sie wirkt z.B. schon im Vorfeld von Demonstrationen darauf hin, daß die Teilnehmer und Teilnehmerinnen sich selbst und andere möglichst effektiv vor Verletzungen und Festnahmen durch die Staatsgewalt schützen. Sie engagiert sich gegen die Verschärfung der Staatsschutzgesetze, gegen weiteren Abbau von Rechten der Verteidigung, gegen Isolationshaft, gegen weitere Beschränkungen der Meinungs- und Versammlungsfreiheit.

3. Mitgliedschaft und Organisation der Arbeit in der Roten Hilfe

Der Roten Hilfe gehören nur Einzelpersonen als Mitglieder an. Es gibt keine kollektive Mitgliedschaft von Gruppen oder Organisationen – wenn auch oft Mitglieder anderer Organisationen gleichzeitig Mitglieder der Roten Hilfe sind. Die Rote Hilfe organisiert ihre Arbeit auf zwei Ebenen:

Zum einen bundesweit:

Die Mitglieder (darunter ein großer Teil „Einzelmitglieder“, d.h. keiner Ortsgruppe angehörend) wählen Delegierte zur Bundesdelegiertenversammlung, welche über die Grundsätze und Schwerpunkte der Rote-Hilfe-Arbeit entscheidet. Mit ihren Mitgliedsbeiträgen schaffen sie die materielle Grundlage für die Unterstützungen.
Für die zweckentsprechende Verwendung der Gelder (der Mitgliedsbeiträge ebenso wie der zu bestimmten Anlässen gesammelten Spenden) ist der Bundesvorstand verantwortlich. Der Bundesvorstand entscheidet über die Verwendung der Mitgliedsbeiträge, organisiert Spendenaktionen und zentrale Kampagnen zu bestimmten Anlässen und ist für die laufende Arbeit verantwortlich.
Die Information der Mitglieder und die Öffentlichkeitsarbeit auf Bundesebene wird im Wesentlichen durch die vierteljährlich vom Bundesvorstand herausgegebene Rote-Hilfe-Zeitung geleistet.

Zum anderen gibt es in einigen Städten Ortsgruppen der Roten Hilfe.

4. Die Rote Hilfe versteht sich als Solidaritätsorganisation für die gesamte Linke

Das heißt nicht, daß sie irgendeinen Alleinvertretungsanspruch erhebt (im Gegenteil streben wir die Zusammenarbeit mit möglichst vielen anderen Prozeßgruppen, Soli-Fonds, Antirepressions-Gruppen, Ermittlungsausschüssen usw. an!), sondern das heißt, daß sie an sich selbst den Anspruch stellt, keine Ausgrenzungen vorzunehmen.
In ihrer Satzung verpflichtet sie sich: „Die Rote Hilfe organisiert nach ihren Möglichkeiten die Solidarität für alle, unabhängig von Parteizugehörigkeit oder Weltanschauung, die in der Bundesrepublik Deutschland aufgrund ihrer politischen Betätigung verfolgt werden. Politische Betätigung in diesem Sinne ist z.B. das Eintreten für die Ziele der ArbeiterInnenbewegung, der antifaschistische, antisexistische, antirassistische, demokratische oder gewerkschaftliche Kampf und der Kampf gegen die Kriegsgefahr.“ (aus §2 der Satzung der Roten Hilfe)
Wir wollen nicht nur materielle, sondern auch politische Unterstützung leisten, wollen also das, wofür jemand verfolgt wird, soweit es uns möglich ist, auch in der Öffentlichkeit vertreten. Deshalb suchen wir mit denen, die wir unterstützen, die politische Auseinandersetzung, nehmen eventuell auch zu ihrer Aktion Stellung. Aber wir machen vom Grad der Übereinstimmung nicht unsere Unterstützung abhängig.
Diese politische Offenheit war für die Rote Hilfe nicht immer selbstverständlich. (vgl. dazu die Broschüre: „20/70 Jahre Rote Hilfe“, erhältlich im Literaturvertrieb der Roten Hilfe.) Daß sie heute nicht nur in der Satzung steht, sondern alltägliche Praxis ist, erkennt mensch vielleicht am ehesten an den Fällen konkreter Unterstützungszahlungen. Die Fälle der unterstützten oder abgelehnten Anträge des jeweils letzten Quartals werden auszugsweise in jeder Rote Hilfe-Zeitung veröffentlicht.

5. Braucht die Linke eine übergreifende Solidaritätsorganisation?

In der Regel erhalten Leute, die festgenommen werden, einen Prozeß haben usw. Unterstützung aus dem politischen Umfeld, in dem die verfolgte Aktion gelaufen ist. Wer z.B. wegen Blockade einer Militäreinrichtung verurteilt wurde, wird in erster Linie auf die Solidarität von Gruppen der Friedensbewegung rechnen können, verfolgte AntifaschistInnen mit Solidarität aus der Antifa-Bewegung. Wir meinen, daß diese naheliegende Form der Solidarität die wichtigste überhaupt ist und beabsichtigen keineswegs, sie zu ersetzen. Wohl aber, sie zu ergänzen.

Es gibt immer auch Menschen, die als Einzelne z.B. an einer Demonstration teilnehmen und im Falle ihrer Festnahme nicht unbedingt auf einen unmittelbaren Unterstützungskreis zurückgreifen können.
Manchmal sind die Belastungen durch Prozeßkosten usw. oder auch die Anforderungen an die Öffentlichkeitsarbeit so hoch, daß sie von einer Gruppe allein nicht getragen werden können.
In vielen Fällen ziehen sich Ermittlungen, Anklageerhebung und Prozesse durch mehrere Instanzen so lange hin, daß die politischen Zusammenhänge sich in der Zwischenzeit längst verändert haben und wenn das Urteil rechtskräftig wird, niemand mehr für Unterstützung ansprechbar ist.

Aus diesen Gründen halten wir eine Solidaritätsorganisation für notwendig,

die unabhängig von politischen Konjunkturen kontinuierlich arbeitet
die aufgrund eines regelmäßigen Spendenaufkommens verläßlich auch langfristige Unterstützungszusagen machen kann
die bundesweit organisiert und nicht an Großstädte gebunden ist
die sich für die politisch Verfolgten aus allen Teilen der linken Bewegung verantwortlich fühlt
die auf Gesetzesverschärfungen und Prozeßwellen bundesweit reagieren kann.

Diskussionsveranstaltung: Eine herrschaftskritische Perspektive auf den Nahostkonflikt?

22. Juni 2018
19:00

Durch die jüngsten blutigen Auseinandersetzungen am Grenzzaun zwischen Israel und dem Gazastreifen ist der Nahostkonflikt erneut ins Blickfeld der Medienöffentlichkeit geraten. Kaum eine internationale Auseinandersetzung scheint so festgefahren wie der Konflikt zwischen Israelis und Palästinenser*innen, die sich mittlerweile seit über 70 Jahren feindlich gegenüber stehen. Angesichts der verhärteten Fronten stellt sich die Frage: Kann es hier überhaupt eine herrschaftskritische Perspektive geben, die am Ziel der Abschaffung jeder Unterdrückung des Menschen durch den Menschen orientiert ist, das Anarchist*innen anstreben? Wenn ja, wie könnte diese aussehen? Oder ist momentan nur eine mehr oder weniger schlechte Verwaltung des status quo möglich?

Ausgehend von dem Gründungsmanifest der Gruppe „Gaza Youth Breaks Out“ (lhttp://agdo.blogsport.eu/2018/06/05/diskussionsbeitrag-zur-situation-im-nahen-osten/) möchten wir über die Lage im Gazastreifen, die Einschätzung der Konfliktparteien und mögliche Auswege aus dem Dilemma diskutieren.

Eine Veranstaltung der anarchistischen Gruppe Dortmund